BASTION Bochum | Invisible People
BASTION Bochum
Invisible People ist ein experimenteller Dokumentarfilm der inEssen aufgewachsenen Künstlerin und Filmemacherin Alisa Berger, der im Oktober 2025 seine Premiere im Museum Folkwang feierte und seitdem durch ausgewählte deutsche Kinos tourt.
Invisible People beschäftigt sich mit dem japanischen Butoh-Tanz, auch bekannt als „Tanz der Finsternis“. Diese avantgardistische Form des Ausdruckstanzes entstand in Japan nach demZweiten Weltkrieg und bewegt sich zwischen Aufbegehren, Ritual und Meditation. Der Film zeigt eindrucksvolle Porträts von Butoh-Meisterinnen undPerformerinnen – darunter Yoshito Ōno, Sohn des Butoh-Mitbegründers Kazuo Ōno, der während der Dreharbeiten verstarb.
Berger verwebt inInvisible People persönliche Erfahrungen mit poetischen und philosophischen Texten des Butoh-Begründers Tatsumi Hijikata. Ausgehend vom Verlust ihres Vaters begibt sich die Regisseurin auf eine filmische Suche nach dem Unsichtbaren – nach Momenten, Menschen und Bewegungen, die sich zwischen Leben und Tod, Sichtbarkeit und Erinnerung abspielen.
„Der Film richtet den Blick auf das Verborgene“, sagt Alisa Berger. „Ich wollte eine tranceartige Erfahrung schaffen, die das Unsichtbare erfahrbar macht– das, was zwischen den Dingen existiert.“
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Die Latscher:innen waren eine proletarische Jugendbewegung zur Zeit des deutschen Faschismus, von der Kurt Piehl in seinem Roman "Latscher, Pimpfe und Gestapo" eindrücklich berichtet. Laut seiner Mutter war der Begriff "Latscher" vor 1933 ein "Schimpfwort, das die Spießer den wandernden Arbeiterjugendlichen nachriefen". Nach 1933 wurden sie so zum Gegenentwurf der "Marschierer" und lieferten sich Schlägereien mit Hitlerjugend und Polizei. Ihr Treffpunkt befand sich lange Zeit am Brügmannplatz und viele der Latscher:innen entstammten dem proletarischen Dortmunder Norden.
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